Greeningrally 2020

von Johannes.Nagler

Agrarhandel Nagler veranstaltet eine Greeningrally
losstarten, lernen und gewinnen

Und so gehts:
Agrarhandel Nagler hat an verschiedenen Standorten Greening-Felder mit Nagler-Green-Sorten anlegen lassen und entsprechend beschildert. Hierfür schon herzlichen Dank an die Landwirte für die tolle Unterstützung. Außerdem haben wir noch zusätzlich einzelne Greeningfelder an meist stärker befahrenen Straßen beschildert.

Finden Sie möglichst viele unserer beschildeter Flächen und werfen Sie einen Blick hinter die Schilder. Auf manchen finden Sie einen Nützling aufgeklebt. Fotografieren Sie sich zusammen mit dem Nützling per Selfie, erraten den Nützling und senden Sie uns eine Mail mit Ihrem Foto sowie den Namen des Nützlings. Gewinner ist, wer möglichst viele verschiedene Nützlings-Selfies gesammelt bis zum 15.01.2021 sendet. Sollten mehrere Teilnehmer gleich viele Fotos eingesendet haben, entscheidet das Los. Es wird einen Gewinner aus der Teilnehmergruppe "Landwirtschaft" sowohl auch ein Gewinner aus der Teilnehmergruppe "Verbraucher" geben, daher bitten wir Sie, in der Foto-Mail folgende Angaben zu machen: Name, Ort, Telefonnummer und Beruf bzw. Beschäftigung. Veröffentlicht werden Ihre Daten nicht!

Schauen Sie immer wieder vorbei, wir aktualisieren fortlaufend durch ergänzende Bilder und ggf. Bemerkungen bis zur Einarbeitung im Frühjahr 2021!

Unsere beschilderten Standorte 2020

Situation zum Anbau von Zwischenfrüchten und Greening-Mischungen im Jahr 2020
• Es sind deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Saatzeitpunkten zu erkennen, da wir 2020 ein eher kühles Jahr mit vor allem kalten Nächten auch schon während der Sommerzeit hatten.
• Je nach vorhandener Bodenstruktur sind ebenfalls Unterschiede in der Entwicklung zu erkennen.
• Auch bei den kleiner entwickelten Beständen ist eine ordentliche Durchwurzelung zu erkennen, hierzu muss natürlich in den Boden gegraben werden.
• Vor allem die unauffälligen, oft kleinern Arten, wie z.B. der Klee, haben ein verhältnismäßig gutes Wurzelwerk.
• Bei geackerten wie auch bei pfluglosen Bestellungen sind jeweils kleiner und größer entwickelte Bestände zu sehen. Es lässt sich darauf schließen, dass nicht unbedingt die Bodenbearbeitung alleine entscheidet, wie sich die Bestände entwickeln, sondern viel mehr die Bodenstruktur und die Temperatursumme bei ausreichend Feuchtigkeit.

Allgemeine Vorteile durch den Anbau von Zwischenfrüchten
   • Aufbau von Humus / organischer Substanz und somit auch Speicherung von Kohlenstoff aus dem CO2.
   • Erosionsschutz durch Bodenbedeckung und intensive Durchwurzelung.
   • Förderung der biologischen Aktivität im Boden und somit Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit.
   • Futter für viele Insekten unterhalb und oberhalb der Bodenoberfläche vor und während der kalten Jahreszeit.
   • Erhöhung der Nährstoffverfügbarkeit durch Aufschluss von Bodenverdichtungen.
   • Nährstoffkonservierung von freiem Nitrat und freien Nährstoffen bis zum Anbau der nächsten Hauptkultur. Somit wird die Auswaschung von Nährstoffen verhindert.
   • Unkrautunterdrückung durch Vegetationsdecke. Unkrautsamen bekommen weniger Licht und werden somit unterdrückt.
   • Verbesserung der Wasserspeicherkapazität, da die Bodengare durch tiefe und weitläufige Wurzeln nachhaltig verbessert wird.
   • Stickstoff-Fixierung durch Leguminosen führt zur besseren Nährstoffversorgung der anschließenden Hauptkultur.

Appell an die Bevölkerung:
Zwischenfrüchte sind ein kleines Beispiel dafür, dass Landwirte viel mehr für den Erhalt unserer Natur tun, als den meisten bewusst ist - ganz nebenbei. Häufig wird unseren Landwirten vorgeworfen, dass sie ständig jammern, sei es über Politik, Erzeugerpreise, neue Gesetze usw. Ja, da will ich unserer Bevölkerung nicht ganz Unrecht geben, dass auch Landwirte hin und da mal jammern, aber wer macht das nicht? Doch aktuell ist dies kein Jammern, sondern ein Hilferuf, ein Hilferuf um´s Überleben der deutschen Landwirtschaft. Und nun möchte ich, Geschäftsführer des Agrarhandel Nagler, meine Meinung kurz dazu äußern:

Wollen wir wirklich unsere Landwirte, die nun schon seit tausenden Jahren Landwirtschaft betreiben, als die Sündenböcke all unserer Probleme hinstellen? Derzeit werden Landwirte als Umweltsünder, Giftversprüher, Wasserverschmutzer, Tierquäler und was weiß ich noch alles hingestellt. Da muss ich mir natürlich die Frage stellen, was diese Personengruppe eigentlich richtig macht - Diese Frage sollten Sie sich übrigens auch stellen! Warum schrauben wir eigentlich die Zeit nicht so um ca. 100 Jahre zurück und jeder Bürger macht "Selbstversorger"? Dann könnte jeder sein eigenes Essen produzieren, ganz nach den persönlichen Vorstellungen vieler Idealisten. Mir ist natürlich auch bewusst, dass wir dann eine Hungersnot hätten, da es niemand annähernd so gut könnte, wie unsere Landwirte. Dies ist auch nicht schlimm, denn der Zimmermann kann am besten Dachstühle bauen, der Maurer baut das beste Haus aus Stein, der Busfahrer bringt die Kinder sicher zur Schule und die Krankenschwester versorgt den Patienten – alle mit bestem Wissen und Gewissen. Und der Landwirt produziert eben Lebensmittel und regenerative Energie.

Doch immer häufiger gibt es Personen und Personengruppen, die es besser wissen: Umweltverbände, Tierschützer und möchtegern-Weltretter. Sogar unsere lieben Politiker lassen sich mittlerweile von solchen NGOs beraten und zahlen dafür Millionen. Nun stell ich Ihnen eine Frage: „Kann es richtig sein, dass eine Tierschutzorganisation, die selbst Tiere verhungern lässt, unsere Regierung über richtige Tierhaltung berät, oder ein Umweltverband, der strikt gegen Landwirtschaft ist, dem Landwirtschaftsministerium beratend, natürlich auch gegen sehr viel Geld, zur Seite steht?“ Da haben wir ja eine Situation, als würde eine rechtsradikale Organisation das Innenministerium bezüglich Asylrecht beraten.
Ich würde mir wünschen, dass unsere Verbraucher die Augen aufmachen, und zwar ganz. Ich kann einen Landwirt nicht nach dem Güllefass, der Pflanzenschutzspritze oder einem großen Stall bewerten, schließlich kann ich einen Busfahrer auch nicht nach der Größe des Busses oder eine Krankenschwester nach der Größe des Krankenhauses bewerten. Diese Art von Bewertung wäre absolut subjektiv. Jedenfalls benötigt unsere Landwirtschaft eindeutig Unterstützung aus der Bevölkerung, nicht finanziell, nicht materiell und auch nicht instrumentell, sondern einfach nur in der Form, nicht ständig gegen die heimische Landwirtschaft zu sein.

Wenn wir es schaffen, dass Deutschland aufblüht und zu 100 Prozent aus Biotopen, Naturschutzreservaten, aber auch Straßen und zubetonierten Flächen besteht, dann wird auch der Dümmste begreifen, warum es notwendig ist, in Brasilien Regenwald abzufackeln. Doch dann wird es zu spät sein, laut aufzuschreien, wo unsere Landwirte geblieben sind. Denn erst wenn wir Voraussetzungen schaffen, dass die Arbeit unseren Landwirten wieder Spaß macht und ihnen ein entsprechendes Leben in einer der reichsten Wirtschaftsregion unserer Erde ermöglicht, wird das Höfesterben und ständig notwendige Wachstum aufhören.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit – Viel Spaß bei der Greenigrally